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Das Kukai im Dezember 2020

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Hier können Kommentare und Anmerkungen zum Kukai im Dezember 2020 eingetragen werden.

Susanne Theuerkorn hat auf diesen Beitrag reagiert.
Susanne Theuerkorn

Danke für den schönen Jahresabschluss (Platz 4, ich freue mich sehr!) mit einem schönen Gewinner-Haiku, das ich auch sofort sehr gut fand! 

Ich hoffe, ihr hattet bzw. habt alle schöne Tage und bleibt gesund. Wir lesen uns im neuen Jahr.

 

Viele Grüße, 

Tim Reichert

Auch ich freue mich wirklich sehr über das Ergebnis meines ersten Kukais .

Anfängergeist?       Haiku schreiben - und das Leben "haikumäßig" betrachten - machen (mich) wirklich glücklich!

Ganz liebe Grüße und

euch allen ein gesundes,  hoffnungsvolles und kreatives Jahr 2021

Petra Fischer

Hallo in die Runde

Gratulation an die ersten Plätze

und ich freue mich über den 10. für den knurrenden Hofhund!

Das Haiku an der Spitze hallt lange in mir nach, auch wegen seiner Schnörkellosigkeit und das "mono-no-aware / das Angerührtsein von den Dingen" leuchtet so schön durch ...

An Birgit Heids Haiku gefallen mir der hintergründige Humor und das lakonische Schweben zwischen Tragik und Komik.

Euch allen einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

um es mit Tomas Tranströmer zu sagen:

"Wer angekommen ist, hat weit zu gehen."

Herzliche Grüße,  Michaela Kiock

Zitat von Michaela Kiock am 30. Dezember 2020, 15:31 Uhr

 

"Wer angekommen ist, hat weit zu gehen."

Herzliche Grüße,  Michaela Kiock

Liebe Michaela, kannst du mir mitteilen, wo dieser Satz von Tranströmer steht?

 

Ansonsten Herzlichen Dank für deine Rückmeldung

Lieber Stefan,

die Zeile ist dem Gedicht

"Aus einem afrikanischen Tagebuch (1963)"

entnommen:

 

"Auf den Bildern des kongolesischen Straßenmalers

bewegen die Gestalten sich dünn wie Insekten, beraubt ihrer Menschenkraft.

 

Es ist der schwere Übergang zwischen zwei Arten zu leben.

Wer angekommen ist, hat weit zu gehen.

 

Ein junger Mann fand den Ausländer, der sich zwischen den Hütten verirrt hatte.

Er wußte nicht: wollte er ihn als Freund haben oder als Erpressungsobjekt?

Die Unschlüssigkeit regte ihn auf. Sie schieden in Verwirrung.

 

Die Europäer halten sich sonst an das Auto, als wär's die Mama.

Die Zikaden sind stark wie Rasierapparate. Das Auto fährt nach Hause.

Bald kommt das schöne Dunkel, das sich der schmutzigen Kleider annimmt. Schlaf.

Wer angekommen ist, hat weit zu gehen.

 

Vielleicht hilft ein Zugvogelstrich aus Händeschütteln.

Vielleicht hilft es, aus den Büchern die Wahrheit hinauszulassen.

Es ist nötig, weiterzugehen.

 

Der Student lernt nachts, lernt und lernt, um frei zu werden

und sich nach der Prüfung zu einer Stufe für den Nächsten zu verwandeln.

Ein schwerer Übergang.

Wer angekommen ist, hat weit zu gehen."

 

zitiert aus: "Tomas Tranströmer, Sämtliche Gedichte"

erschienen in der Edition Akzente, Carl Hanser Verlag, München Wien 1997

aus dem Schwedischen übertragen von Hanns Grössel

 

Grüsse aus Köln,  Michaela

 

Martina Khamphasith hat auf diesen Beitrag reagiert.
Martina Khamphasith

Liebe Michaela, herzlichen Dank für die Info.

Platz 65 von insgesamt 67 - das ist schon beleidigend!

Mein Poller-Haiku wird offensichtlich nicht nur falsch gelesen, sondern gar nicht verstanden! Die technische Ausrichtung weist auf ein Apokoinu hin, das Scharnier "Lichter" wurde ja zur Weihnachtszeit nicht ohne Grund gewählt: Es ist das Hoffnungsthema! Wohl sind Poller wichtig, etwa zum Schutz der Weihnachtsmärkte vor verbrecherischen Anschlägen, aber die eigentlichen Poller sind die Lichter, die wir diesen Mördern entgegenhalten! (Zum Thema Licht sei auch noch mal an die Lichterketten erinnert ...).

So werde ich also dieses Haiku entsorgen ... im Dreck einer Mülltonne, denn da will man es offensichtlich hinhaben!

Vielen Dank!

 

Ich möchte mich bedanken für den 2. Platz (die schlaue 'Spinne') und wünsche allen ein glückliches, neues Jahr!

Willemina Preiß

Lieber Dyrk-Olaf,

 

im Gegensatz zu deinem November-Haiku (das ich eben durch Ellipsen wirklich sehr schön fand! Sollte ich auch das nicht verstanden haben, weil du ein anderes Stilmittel benutzt oder gemeint hast, das ich nicht kenne oder mir aufgefallen ist, dann ist das hoffentlich auch okay :)) ist das Dezember-Haiku mir tatsächlich auch weniger zugänglich erschienen.

Das Scharniervers ist durchaus erkennbar für mich, aber wenn ein doch etwas längeren Forumsbeitrag benötigt wird, um einen Dreizeiler zu erklären, bitte ich dich nicht gleich das Publikum zu beleidigen (mit der Implikation, dass wir es nicht verstünden), sondern das Haiku zu überarbeiten oder für zukünftige Teilnahmen am Kukai vorab die Verständlichkeit und Zugänglichkeit zu überprüfen. 

Des Weiteren -und damit zu meiner persönlichen Wertung- finde ich das Wort "Poller" , zumal es zweimal vorkommt, einfach nicht schön vom Wortklang her. Das Haiku kann ja noch so durchdacht sein, wenn die Summe seiner Teile leider dann nicht so schön ist in meinen Ohren, dann gibts halt auch keine fünf Sterne.

Und noch eine Bitte zum Schluss: Bitte fühl dich nicht gleich gekränkt, wenn du nicht auf den vorderen Plätzen landest, das wirkt schon ein wenig dramatisch-theateralisch ("So werde ich also dieses Haiku entsorgen ... im Dreck einer Mülltonne, denn da will man es offensichtlich hinhaben!") auf mich.

 

Liebe Grüße, 

Tim Reichert

Sabine und Petra Fischer haben auf diesen Beitrag reagiert.
SabinePetra Fischer
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